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	<title>Angestellte &#8211; Team Szekeres</title>
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	<description>Team für aktive ärztliche Standesvertretung</description>
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	<title>Angestellte &#8211; Team Szekeres</title>
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	<item>
		<title>Gesundheitsreform quo vadis? Warum es jetzt Klarheit, Struktur und echte Einbindung braucht</title>
		<link>https://tswien.at/gesundheitsreform-quo-vadis-warum-es-jetzt-klarheit-struktur-und-echte-einbindung-braucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef Prader]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 14:44:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angestellte]]></category>
		<category><![CDATA[Headliner]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Diskussion um die Gesundheitsreform gewinnt an Schärfe. Neue Papiere, Expertisen und Vorschläge liegen auf dem Tisch. Vieles davon kreist um Finanzierung, Steuerung und Effizienz. Doch je intensiver diese Debatte geführt wird, desto deutlicher wird auch ein grundlegendes Problem: Es wird sehr viel über das Gesundheitssystem gesprochen – und noch immer zu wenig mit jenen,  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Die Diskussion um die Gesundheitsreform gewinnt an Schärfe. Neue Papiere, Expertisen und Vorschläge liegen auf dem Tisch. Vieles davon kreist um Finanzierung, Steuerung und Effizienz. Doch je intensiver diese Debatte geführt wird, desto deutlicher wird auch ein grundlegendes Problem: Es wird sehr viel </span><b>über</b><span style="font-weight: 400;"> das Gesundheitssystem gesprochen – und noch immer zu wenig </span><b>mit jenen, die es täglich tragen</b><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dabei steht Österreich vor einer doppelten Herausforderung. Einerseits wächst der Druck auf das System durch demografische Entwicklungen, steigenden Behandlungsbedarf und knapper werdende Ressourcen. Andererseits darf gerade in dieser Situation nicht aus dem Blick geraten, was das österreichische Gesundheitswesen im Kern ausmacht: der breite Zugang zu hochwertiger Versorgung und eine im internationalen Vergleich nach wie vor starke medizinische Leistungsfähigkeit.</span></p>
<h2><b>Reformbedarf ist real – aber nicht jede Reform führt in die richtige Richtung</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Niemand wird bestreiten, dass es Reformbedarf gibt. Die Frage ist jedoch nicht, </span><b>ob</b><span style="font-weight: 400;"> sich etwas ändern muss, sondern </span><b>wie</b><span style="font-weight: 400;">. Genau hier beginnt die eigentliche Auseinandersetzung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Denn nicht jede Strukturveränderung bedeutet automatisch Verbesserung. Nicht jede Zentralisierung schafft bessere Versorgung. Und nicht jede Effizienzdebatte dient tatsächlich den Patientinnen und Patienten. Wenn Reformen vor allem entlang von Zuständigkeitsfragen, Machtlogiken oder Finanzierungsinteressen gedacht werden, besteht die Gefahr, dass funktionierende Strukturen geschwächt werden, statt sie gezielt weiterzuentwickeln.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Besonders sensibel ist in diesem Zusammenhang jede Debatte, die auf eine stärkere staatliche Gesamtsteuerung hinausläuft, ohne gleichzeitig klar zu beantworten, wie Versorgung, medizinische Qualität und praktische Umsetzbarkeit gesichert werden sollen. Internationale Beispiele zeigen, dass Einsparungslogik allein kein tragfähiges Reformmodell ergibt. Wo politische Steuerung primär zur Begrenzung von Leistungen genutzt wird, leidet am Ende die Versorgung.</span></p>
<h2><b>Wer das System kennt, muss auch bei seiner Weiterentwicklung eingebunden werden</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Gerade deshalb ist es problematisch, wenn in zentralen Reformdebatten ausgerechnet jene Perspektive zu kurz kommt, die für eine realistische Einschätzung unverzichtbar wäre: die ärztliche Praxis.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ärztinnen und Ärzte wissen, wo Strukturen funktionieren, wo Reibungsverluste entstehen, wo Patientinnen und Patienten zwischen Zuständigkeiten verloren gehen und wo Reformen tatsächlich Entlastung bringen könnten. Wer Versorgung verbessern will, darf dieses Wissen nicht nachträglich abfragen – es muss von Anfang an Teil der Planung sein.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eine Gesundheitsreform, die ohne substanzielle Einbindung der Ärzteschaft entwickelt wird, bleibt notwendigerweise unvollständig. Denn Versorgung ist kein abstraktes Steuerungsmodell, sondern gelebte Realität in Ordinationen, Ambulanzen, Abteilungen und Spitälern.</span></p>
<h2><b>Effizienz braucht Augenmaß – und ein klares Ziel</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Natürlich braucht ein Gesundheitssystem effiziente Strukturen. Natürlich müssen Mittel sinnvoll eingesetzt werden. Aber Effizienz darf nicht mit bloßem Kürzungsdruck verwechselt werden. Sie ist nur dann sinnvoll, wenn sie im Dienst einer besseren Versorgung steht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Entscheidend ist daher, ob Reformen dazu beitragen,</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Behandlungswege klarer zu machen,</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Doppelgleisigkeiten zu reduzieren,</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Patientenströme besser zu steuern,</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">medizinisches Personal zu entlasten</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">und die Versorgung dort zu stärken, wo sie tatsächlich gebraucht wird.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Genau an diesem Punkt braucht es mehr Klarheit in der öffentlichen Debatte. Denn derzeit entsteht zu oft der Eindruck, dass vor allem über Finanzierungsmodelle gestritten wird, während die Frage, wie gute Versorgung konkret organisiert werden soll, zu wenig im Mittelpunkt steht.</span></p>
<h2><b>Die Ärztekammer muss in dieser Debatte sichtbar und hörbar sein</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn die kommenden Monate für die Zukunft des Gesundheitssystems entscheidend werden, dann braucht es auch eine starke und öffentlich wahrnehmbare Stimme der Ärzteschaft.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Ärztekammer darf sich in einer so zentralen Reformphase nicht auf Beobachtung beschränken. Sie muss Schwachstellen fragwürdiger Konzepte klar benennen, funktionierende Strukturen verteidigen und dort offensiv Vorschläge einbringen, wo echte Verbesserungen möglich sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Gerade jetzt geht es nicht um taktisches Abwarten, sondern um Orientierung. Es braucht eine klare Haltung dazu, wie Versorgung gesichert, wie Qualität geschützt und wie ärztliche Realität in Reformprozesse eingebunden werden kann.</span></p>
<h2><b>Unser Fazit</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die anstehende Gesundheitsreform ist zu wichtig, um sie auf Verwaltungslogik, Finanzierungsstreit oder politische Machtfragen zu reduzieren. Es geht um die Zukunft eines Systems, das täglich für Millionen Menschen funktioniert – und das gerade deshalb nicht leichtfertig umgebaut werden darf. </span><span style="font-weight: 400;">Was es jetzt braucht, ist keine Reform um der Reform willen, sondern eine Weiterentwicklung mit Augenmaß, fachlicher Realität und echter Einbindung jener, die das System tragen. </span><span style="font-weight: 400;">Denn eines ist klar: Wer das Gesundheitswesen nachhaltig verbessern will, muss nicht nur Strukturen verändern wollen – sondern auch verstehen, warum manche von ihnen unverzichtbar sind.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Austrian Health Forum 2026: Warum es jetzt um mehr geht als nur um einzelne Reformschritte</title>
		<link>https://tswien.at/austrian-health-forum-2026-warum-es-jetzt-um-mehr-geht-als-nur-um-einzelne-reformschritte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef Prader]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 18:40:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angestellte]]></category>
		<category><![CDATA[in Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Niedergelassene]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Austrian Health Forum 2026 in Schladming stand heuer ganz im Zeichen einer Frage, die das österreichische Gesundheitswesen in den kommenden Jahren zentral prägen wird: Wie schaffen wir ein System, das zugleich leistbar, solidarisch und versorgungsstark bleibt? Vom 28. bis 30. Mai 2026 kamen dazu rund 400 Expert:innen aus Gesundheit, Wissenschaft und Medizin zusammen. Die  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Das </span><b>Austrian Health Forum 2026 in Schladming</b><span style="font-weight: 400;"> stand heuer ganz im Zeichen einer Frage, die das österreichische Gesundheitswesen in den kommenden Jahren zentral prägen wird: Wie schaffen wir ein System, das zugleich </span><b>leistbar, solidarisch und versorgungsstark</b><span style="font-weight: 400;"> bleibt? Vom </span><b>28. bis 30. Mai 2026</b><span style="font-weight: 400;"> kamen dazu rund </span><b>400 Expert:innen aus Gesundheit, Wissenschaft und Medizin</b><span style="font-weight: 400;"> zusammen. Die inhaltliche Klammer bildeten dabei zwei Leitbegriffe: </span><b>Effizienz</b><span style="font-weight: 400;"> und </span><b>Solidarität</b><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch wir waren heuer wieder stark vertreten. Für uns war das Austrian Health Forum einmal mehr ein Ort, an dem nicht nur über Probleme gesprochen wird, sondern an dem deutlich wird, wie eng </span><b>Finanzierung, Versorgung, Personalfragen, Steuerung und politische Verantwortung</b><span style="font-weight: 400;"> tatsächlich miteinander verknüpft sind.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><b>Ein Forum, das die Systemfrage stellt</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Schon der Rahmen des Kongresses machte klar, worum es 2026 geht: Nicht um kosmetische Korrekturen, sondern um die Frage, </span><b>worauf die Gesundheitsreform in Österreich letztlich hinauslaufen soll</b><span style="font-weight: 400;">. Laut AHF stehen dabei jene strukturellen Probleme im Mittelpunkt, die unabhängig von parteipolitischen Detailfragen gelöst werden müssen – insbesondere in den Bereichen </span><b>Steuerung</b><span style="font-weight: 400;"> und </span><b>Finanzierung</b><span style="font-weight: 400;">. Gleichzeitig beschreibt das Forum den aktuellen Druck auf das System als so hoch wie lange nicht mehr. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Genau das macht Veranstaltungen wie diese so wichtig: Sie bringen unterschiedliche Perspektiven zusammen, ohne die Realität im System auszublenden. Wer über Versorgung spricht, muss heute immer auch über </span><b>Budgetdruck, demografische Entwicklung, Arbeitsrealität und Versorgungsstrukturen</b><span style="font-weight: 400;"> sprechen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><b>Die eigentliche Debatte hat erst begonnen</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Einen besonders wichtigen Impuls lieferte die Keynote von </span><b>Christoph Badelt</b><span style="font-weight: 400;"> mit dem Titel </span><b>„Taten statt Warten – Wie können wir uns Gesundheit noch leisten?“</b><span style="font-weight: 400;">. Bereits am Anfang wird ein zentraler Punkt deutlich: In Österreich besteht ein weitgehender Konsens darüber, dass Gesundheitsleistungen </span><b>unabhängig vom ökonomischen Status</b><span style="font-weight: 400;"> zugänglich sein müssen. Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob Gesundheit ein Grundrecht ist, sondern wie eine hochwertige Versorgung für alle </span><b>öffentlich finanzierbar</b><span style="font-weight: 400;"> bleibt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Fiskalrat beschreibt die Ausgangslage dabei als ernst: Die Kombination aus wirtschaftlicher Schwäche und expansiver Ausgabenpolitik habe die öffentlichen Finanzen in eine schwierige Lage gebracht, Budgetkonsolidierung sei für mehrere Jahre notwendig. Gleichzeitig werde der Druck durch die demografische Entwicklung weiter steigen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Besonders relevant für das Gesundheitswesen sind seine Zahlen zu den langfristigen Ausgabenentwicklungen. So steigen die demografiebedingten Staatsausgaben von 2023 bis 2070 vor allem in drei Bereichen deutlich an: </span><b>Gesundheit um +2,6 % des BIP, Pensionen um +1,9 % des BIP und Pflege um +1,8 % des BIP</b><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><b>Gesundheit wird teurer – nicht nur wegen der Demografie</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Besonders interessant ist, dass diese Entwicklung </span><b>nicht</b><span style="font-weight: 400;"> eindimensional erklärt werden kann. Der künftige Anstieg der Gesundheitsausgaben ist zwar zu rund </span><b>40 % durch die demographische Entwicklung bedingt, </b><span style="font-weight: 400;">aber mit rund </span><b>60 % </b><span style="font-weight: 400;">deutlich stärker </span><b>durch das Stückkostenwachstum</b><span style="font-weight: 400;"> getrieben. Damit wird klar: Alterung allein erklärt die Dynamik nicht. Es geht auch um Preisentwicklungen, Produktivität, medizinischen Fortschritt und strukturelle Effekte im System.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese Differenzierung ist wichtig. Denn sie verändert auch die politische Debatte. Wer steigende Kosten ausschließlich mit der älter werdenden Bevölkerung erklärt, greift zu kurz. Es geht ebenso um die Frage, </span><b>wie Versorgung organisiert ist, wie Ressourcen eingesetzt werden und welche Effizienzreserven tatsächlich gehoben werden können</b><span style="font-weight: 400;">, ohne Qualität und Zugänglichkeit zu gefährden. Genau diese Verbindung von Systemrealität und Finanzierungslogik war einer der stärksten Punkte des Forums.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><b>Unsere vorschläge zur Reform</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Zur geplanten Gesundheitsreform gibt es inzwischen mehrere Papiere und Vorschläge. Unter anderem eines, das im Auftrag des </span><b>Bundeskanzleramtes</b><span style="font-weight: 400;"> von Wirtschaftsexpert:innen um Prof. Bonin erstellt wurde. Es sieht vor, dass die Sozialversicherung ihre Beiträge nur mehr einhebt und dann in einen Topf weiterleitet, der entweder durch die Bundesländer, den Bund oder durch Gesundheitsregionen an Spitäler und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte verteilt wird. In dieser Form entsteht ein rein staatlich gesteuertes Gesundheitssystem, welches zum Beispiel dem englischen NHS entsprechen würde. Dieses System hat aber in England nicht den gewünschten Effekt erzielt, denn die Gesundheitsversorgung hat sich durch den Spardruck und das Herunterfahren von Leistungen deutlich verschlechtert.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenngleich die Kritik am System der Sozialversicherung sicherlich eine Berechtigung hat, sichert dieses unabhängig von direkter politischer Kontrolle die Finanzierung von ca. der Hälfte der Gesundheitsausgaben in Österreich.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zusätzlich gibt es Vorschläge vom Fiskalrat, dem Rechnungshof und den Sozialpartnern. Wir dürfen gespannt sein, wer sich durchsetzt. Jedenfalls werden Vorschläge benötigt, um ein Hin- und Herschicken der Patientinnen und Patienten zwischen Spitalsambulanz und niedergelassenem Bereich zu verhindern und diese am sogenannten „best point of service“ zu betreuen.</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><b><a href="https://www.yumpu.com/de/document/read/71116119/wiener-spitalskonzept-2040/9" target="_blank" rel="noopener">Unsere konkreten Reformvorschläge haben wir in das Wiener Spitalskonzept 2040 einfließen lassen</a> – besonders relevant sind dabei die Seiten 7 bis 13.</b> <span style="font-weight: 400;"><br />
</span></p>
<p><b>Aus unserer Sicht braucht es keine weiteren Reparaturversuche im bestehenden System, sondern eine echte Strukturreform der Spitäler:</b></p>
<div class="fusion-image-element fusion-image-align-center in-legacy-container" style="text-align:center;--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><div class="imageframe-align-center"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="221" title="Screenshot 2026-06-03 203121" src="https://tswien.at/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-06-03-203121-300x221.webp" alt class="img-responsive wp-image-7021" srcset="https://tswien.at/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-06-03-203121-200x148.webp 200w, https://tswien.at/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-06-03-203121-400x295.webp 400w, https://tswien.at/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-06-03-203121-600x443.webp 600w, https://tswien.at/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-06-03-203121-800x590.webp 800w, https://tswien.at/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-06-03-203121-1200x886.webp 1200w, https://tswien.at/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-06-03-203121.webp 1764w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 300px" /></span></div></div>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Klare Trennung zwischen hochspezialisierter (stationärer) Spitalsversorgung und ambulanter Versorgung &#8211; Finanzierung des gesamten ambulanten Bereichs durch die Sozialversicherung</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Ausbau neuer Versorgungsmodelle der Tagesmedizin und abgestufter Versorgungsketten von der Primärversorgung bis ins Spital</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Etablierung spezialisierter tagesklinischer Einheiten außerhalb der Spitäler mit Zugehörigkeit zum intramuralen Bereich</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Stärkung von Hausärzt:innen, Fachärzt:innen und Primarversorgungseinheiten als erste Anlaufstellen mit klaren Schnittstellen zur Spitalsinfrastruktur</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Mehr Durchlässigkeit im System durch Ausbildungsverbünde und sektorenübergreifende Planung.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Bessere Steuerung durch zentrale Bettenkoordination, digitale Kommunikation und koordinierte Rettungszufahrten.</span></span></li>
</ul>
<h2><b><br />
Was wir von Schladming mitnehmen</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Aus Sicht von TS Wien war das Austrian Health Forum 2026 vor allem deshalb relevant, weil es die entscheidenden Konfliktlinien offen sichtbar gemacht hat:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Erstens: </span><b>Solidarität bleibt unverzichtbar.</b><span style="font-weight: 400;"> Gerade im Gesundheitswesen darf niederschwelliger Zugang zum System nicht in Frage gestellt werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zweitens: </span><b>Effizienz ist kein Widerspruch zur Solidarität</b><span style="font-weight: 400;">, sondern ihre Voraussetzung. Wenn Mittel knapper werden und der Bedarf steigt, braucht es bessere Steuerung, klarere Strukturen und die Bereitschaft, ineffiziente Routinen ehrlich zu hinterfragen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Drittens: </span><b>Die Reformfrage ist längst eine Umsetzungsfrage.</b><span style="font-weight: 400;"> Das AHF hat nicht nur Probleme benannt, sondern sehr konkret über Strukturveränderungen, Daten, Finanzierungspfade und sektorenübergreifende Planung diskutiert. Genau dort wird sich entscheiden, ob aus Debatten tatsächliche Verbesserungen entstehen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><b>Unser Fazit</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Austrian Health Forum 2026 hat gezeigt, dass sich die Zukunft des Gesundheitswesens nicht in simplen Gegensätzen entscheiden wird. Weder „mehr Geld“ noch „mehr Sparen“ allein lösen die grundlegenden Herausforderungen. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, </span><b>Solidarität, Qualität, Finanzierung und Versorgungsrealität gemeinsam zu denken</b><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für uns war die Teilnahme deshalb mehr als ein Pflichttermin. Sie war ein wichtiger Anlass, zentrale Entwicklungen im Gesundheitswesen aus nächster Nähe mitzuerleben, mitzugestalten und in einen größeren Zusammenhang zu stellen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Denn eines wurde in Schladming sehr deutlich:</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><b>Wer über die Zukunft des Gesundheitswesens spricht, muss den Mut haben, nicht nur Symptome zu benennen, sondern die Strukturfragen dahinter anzugehen. Mit unserer Teilnahme und unseren Vorschlägen haben wir einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet.</b></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>WIENER VISITE – Gespräche führen: Ein neuer Podcast über Gesundheitspolitik, Versorgung und ärztliche Realität</title>
		<link>https://tswien.at/wiener-visite-gespraeche-fuehren-ein-neuer-podcast-ueber-gesundheitspolitik-versorgung-und-aerztliche-realitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef Prader]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 14:31:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angestellte]]></category>
		<category><![CDATA[Niedergelassene]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit WIENER VISITE – Gespräche führen startet Team ärztliche Standesvertretung ein Format, das sich den zentralen Fragen des Gesundheitswesens mit mehr Tiefe widmet: Was läuft im System aus dem Gleichgewicht? Wo liegen die strukturellen Probleme? Und welche Entwicklungen braucht es, wenn Versorgung auch in Zukunft funktionieren soll? Der Anspruch ist dabei bewusst klar: keine  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:1372.8px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-1"><p><span style="font-weight: 400;">Mit </span><b><a href="https://tswien.at/podcast/">WIENER VISITE</a> – Gespräche führen</b><span style="font-weight: 400;"> startet Team ärztliche Standesvertretung ein Format, das sich den zentralen Fragen des Gesundheitswesens mit mehr Tiefe widmet: Was läuft im System aus dem Gleichgewicht? Wo liegen die strukturellen Probleme? Und welche Entwicklungen braucht es, wenn Versorgung auch in Zukunft funktionieren soll?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Anspruch ist dabei bewusst klar: keine schnellen Schlagworte, keine oberflächlichen Empörungen, sondern Gespräche, die Zusammenhänge sichtbar machen, Positionen einordnen und Erfahrungen aus der Praxis ernst nehmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Denn die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind längst nicht mehr nur einzelne politische Debatten. Sie betreffen den Alltag in Ordinationen und Spitälern, die Arbeitsrealität von Ärztinnen und Ärzten, die Qualität der Versorgung und letztlich auch das Vertrauen der Patientinnen und Patienten in ein System, das zunehmend unter Druck gerät.</span></p>
<p><b>Warum dieses Format wichtig ist</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Gesundheitspolitische Fragen werden oft vereinfacht dargestellt, obwohl sie hochkomplex sind. Zwischen Finanzierungsfragen, Personalmangel, wachsendem medizinischem Bedarf, demografischer Entwicklung und strukturellen Fehlanreizen entstehen Spannungen, die nicht mit kurzen Parolen lösbar sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Gerade deshalb braucht es Räume, in denen differenziert gesprochen werden kann. </span><b>WIENER VISITE</b><span style="font-weight: 400;"> will ein solcher Raum sein. Das Format bringt medizinische, standespolitische und gesundheitspolitische Perspektiven zusammen und schafft Platz für Einordnung statt Zuspitzung um ihrer selbst willen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es geht nicht nur darum, Missstände zu benennen. Es geht auch darum, Entwicklungen zu erklären, Verantwortlichkeiten sichtbar zu machen und ernsthaft über Lösungen zu sprechen.</span></p>
<p><b>Die erste Folge: Gesundheit wird teurer – wer zahlt?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Auftakt sprechen </span><b>Dr. Thomas Szekeres</b><span style="font-weight: 400;"> und </span><b>Dr. Lisa Leutgeb</b><span style="font-weight: 400;"> über die aktuelle Lage der Gesundheitspolitik in Wien und in Österreich. Im Zentrum steht eine Frage, die viele politische Diskussionen der kommenden Jahre prägen wird: Wie lässt sich ein Gesundheitssystem finanzieren und weiterentwickeln, wenn Bedarf, Lebenserwartung und Erwartungen steigen, gleichzeitig aber Ressourcen begrenzt bleiben?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die erste Folge greift dabei nicht nur Symptome auf, sondern die tieferliegenden Konfliktlinien:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Welche strukturellen Fehlentwicklungen belasten das System?</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Warum verschärfen sich Versorgungsprobleme in vielen Bereichen?</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Wo fehlt es an Ehrlichkeit in der politischen Debatte?</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Und welche Reformen wären notwendig, um Qualität, Zugänglichkeit und Arbeitsfähigkeit langfristig zu sichern?</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Gespräch macht deutlich, dass sich viele Probleme nicht isoliert betrachten lassen. Arbeitsbedingungen, Versorgungssicherheit, Finanzierung, Steuerung und politische Kommunikation hängen enger zusammen, als es öffentliche Debatten oft vermuten lassen.</span></p>
<p><b>Mehr als ein Rückblick auf aktuelle Schlagzeilen</b></p>
<p><b>WIENER VISITE</b><span style="font-weight: 400;"> versteht sich nicht als reines Kommentarformat zum Tagesgeschehen. Ziel ist vielmehr, Entwicklungen mit größerem Zusammenhang zu betrachten: Was sind kurzfristige Aufreger, und was sind die eigentlichen Grundprobleme? Welche Maßnahmen wirken nur oberflächlich, und wo braucht es echte strukturelle Veränderungen?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dabei wird es in den kommenden Folgen unter anderem um folgende Themen gehen:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Spitalsalltag und Versorgungsrealität</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Kassen- und Wahlarztbereich</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">gesundheitspolitische Steuerung</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Digitalisierung und Datenfragen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Reformbedarf in zentralen Versorgungsstrukturen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">die Rolle einer starken ärztlichen Stimme in öffentlichen Debatten</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Format richtet sich damit an alle, die Gesundheitspolitik nicht nur konsumieren, sondern besser verstehen wollen — aus der Perspektive jener, die das System jeden Tag mittragen.</span></p>
<p><b>Ein Format mit Haltung</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Podcast steht für Klarheit, fachliche Erfahrung und den Anspruch, relevante Fragen nicht auszuweichen. Gerade in einer Zeit, in der gesundheitspolitische Diskussionen häufig verkürzt oder emotional aufgeladen geführt werden, braucht es Stimmen, die Zusammenhänge benennen und Verantwortung nicht nur einfordern, sondern auch mitdenken.</span></p>
<p><b>WIENER VISITE</b><span style="font-weight: 400;"> will dazu einen Beitrag leisten: mit Gesprächen, die nicht lauter, sondern präziser sein wollen. Mit Perspektiven, die nicht auf Inszenierung setzen, sondern auf Glaubwürdigkeit. Und mit Themen, die nicht nur die Ärzteschaft betreffen, sondern die Zukunft der Versorgung insgesamt.</span></p>
<p><b>Jetzt reinhören</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die erste Folge von </span><b>WIENER VISITE – Gespräche führen</b><span style="font-weight: 400;"> ist ab sofort online.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hier geht’s zur Podcast-Übersicht:</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><a href="https://tswien.at/podcast/?utm_source=chatgpt.com"> <b>https://tswien.at/podcast/</b></a></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Verfügbar unter anderem auf:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Spotify</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Apple Podcasts</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">YouTube Music</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Amazon Music</span></li>
</ul>
<p><b>Fazit</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mit </span><a href="https://tswien.at/podcast/"><b>WIENER VISITE</b></a><span style="font-weight: 400;"> entsteht ein Format, das gesundheitspolitische Diskussionen nicht vereinfacht, sondern vertieft. Wer sich für Versorgung, Systemfragen, ärztliche Arbeitsrealität und politische Weichenstellungen im Gesundheitswesen interessiert, findet hier Gespräche mit Relevanz, Einordnung und Substanz.</span></p>
</div></div></div></div></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konstruktivität statt Konfrontation</title>
		<link>https://tswien.at/konstruktivitaet-statt-konfrontation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Glaser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2025 16:14:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angestellte]]></category>
		<category><![CDATA[Forderungen]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Team steht für Konstruktivität und einen partnerschaftlichen Umgang mit den Verhandlungspartnern und Stakeholdern. Denn: Im Dialog lässt sich in der Regel mehr erreichen als durch Konfrontation und Säbelrasseln. Dies konnten unsere Mandatar:innen auch kürzlich in einem Pressegespräch klarstellen, während sie gemeinsam mit Kurienobmann Maldonado-Gonzalez die Ziele der Angestellten Kurie präsentierten. Anerkennung und Wertschätzung für  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="html-div xdj266r x14z9mp xat24cr x1lziwak xexx8yu xyri2b x18d9i69 x1c1uobl" dir="auto">
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<div dir="auto"><span style="color: #000000;">Unser Team steht für Konstruktivität und einen partnerschaftlichen Umgang mit den Verhandlungspartnern und Stakeholdern.</span></div>
<p><div dir="auto"><span style="color: #000000;"><strong>Denn:</strong> Im Dialog lässt sich in der Regel mehr erreichen als durch Konfrontation und Säbelrasseln.</span></div>
<div dir="auto"></div>
</div>
</div>
</div>
<p><div dir="auto"><span style="color: #000000;">Dies konnten unsere Mandatar:innen auch kürzlich in einem Pressegespräch klarstellen, während sie gemeinsam mit Kurienobmann Maldonado-Gonzalez die Ziele der Angestellten Kurie präsentierten.</span></div>
<p><div dir="auto"></div>
<div class="xu06os2 x1ok221b">
<div class="html-div xdj266r x14z9mp xat24cr x1lziwak xexx8yu xyri2b x18d9i69 x1c1uobl">
<div class="x14z9mp xat24cr x1lziwak x1vvkbs xtlvy1s x126k92a">
<div dir="auto"><span style="color: #000000;">Anerkennung und Wertschätzung für ihr tägliches, über die Basisanforderungen hinausgehendes Engagement, genug Zeit und personelle Ressourcen für die Ausbildung, eine im Vergleich zu den Bundesländern angemessene und konkurrenzfähige Bezahlung, die Vereinfachung des Weiterarbeitens nach dem Erreichen des Pensionsantrittsalters sowie die Befreiung von überflüssiger Bürokratie, die auf Kosten der Zeit für Gespräche mit den Patienten geht – das sind die wichtigsten Wünsche der Spitalsärzte in Wien.</span></div>
<div dir="auto"></div>
<p><div dir="auto"><span style="color: #000000;">Damit es nicht nur bei Wünschen an die Stakeholder bleibt, arbeiten wir auch an einem eigenen Spitalskonzept 2040, um der Politik konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Systems vorlegen zu können!</span></div>
<div dir="auto"></div>
<p><div dir="auto"><span style="color: #000000;"><strong>Hier gehts zu den Artikeln:</strong></span></div>
<div dir="auto"><strong><span style="color: #9668c4;">* <a style="color: #9668c4;" href="https://www.diepresse.com/20215356/neuer-stil-aerzte-aendern-strategie-und-setzen-noch-staerker-auf-dialog">Presse-Artikel</a></span></strong></div>
<div dir="auto"><strong><span style="color: #9668c4;">* <a style="color: #9668c4;" href="https://www.krone.at/3931047">Krone Artikel</a></span></strong></div>
<p></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sachlichkeit in schwierigen Zeiten</title>
		<link>https://tswien.at/sachlichkeit-in-schwierigen-zeiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Glaser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Oct 2025 14:54:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angestellte]]></category>
		<category><![CDATA[Der Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Forderungen]]></category>
		<category><![CDATA[Headliner]]></category>
		<category><![CDATA[in Ausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Während Wien zuletzt stark gewachsen ist und inzwischen mehr 2 Millionen Einwohner zählt, ist die Bevölkerung zunehmend älter und damit auch kränker geworden. Doch wie ist es um die Gesundheitsversorgung bestellt? Die Zahl der Kassenstellen sinkt bei wachsendem Bedarf und auch die Zahl der Krankenhausbetten wird reduziert, wobei durchwegs mehr Leistungen ambulant erbracht werden könnten,  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während Wien zuletzt stark gewachsen ist und inzwischen mehr 2 Millionen Einwohner zählt, ist die Bevölkerung zunehmend älter und damit auch kränker geworden.</p>
<p><strong>Doch wie ist es um die Gesundheitsversorgung bestellt?</strong></p>
<p>Die Zahl der Kassenstellen sinkt bei wachsendem Bedarf und auch die Zahl der Krankenhausbetten wird reduziert, wobei durchwegs mehr Leistungen ambulant erbracht werden könnten, nur fehlt es an adäquaten Strukturen und deren Finanzierung. Der rasante Fortschritt von medizinischen Möglichkeiten in Diagnostik und Therapie belastet die Budgets zusätzlich.</p>
<p>Um die Finanzsituation von Stadt Wien und Bund ist es nicht sehr gut bestellt und auch die Einnahmen der Österreichischen Gesundheitskasse stagnieren aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation. Die Antwort der Politik ist der Ruf nach Zwangsverpflichtung von Medizinerinnen und Mediziner und nach Solidarbeiträgen der Kassenärzt:innen. Beide Forderungen sind zynisch und phantasielos und stellen keine wirkliche Lösung für die bestehende Problematik dar. Auch werden, anstatt gemeinsam das System zu verbessern, Schuldige identifiziert – wie z.B. Wahlärzt:innen, die für die Versorgung mehr als notwendig sind und sicher nicht Verursacher von Engpässen im Kassensystem sind.</p>
<p>Man möchte weder die Gehälter der angestellten Ärzt:innen noch die Honorare der Kassenärzte:innen mit der Inflation valorisieren – Einkommenseinbußen sind nicht nachvollziehbar und nicht zu akzeptieren, wobei derzeit auch Forderungen nach Realzuwächsen unrealistisch scheinen.</p>
<p>Nachdem der Bevölkerung ein gut funktionierendes Gesundheitssystem wichtig ist &#8211; ja sogar wahlentscheidend war, sollten die Verantwortlichen in Politik und Sozialversicherung gemeinsam mit uns Ärztinnen und Ärzten, Verbesserungen planen und umsetzen. Man muss fair und wertschätzend mit den Mitarbeiter:innen im Gesundheitssystem umgehen, die Inflation abgelten und im Gegenzug sollten wir nicht mit Streiks oder Protestmaßnahmen, die unsere Patient:innen treffen, drohen.</p>
<p>Wir hoffen, dass sowohl Politik und Sozialversicherung als auch die Vertretung von Ärztinnen und Ärzten zur Sachlichkeit zurückkehren und gemeinsam alles dafür tun, um unser hochwertiges Gesundheitssystem zu sichern und zu verbessern.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Länger arbeiten dürfen – nicht müssen.</title>
		<link>https://tswien.at/laenger-arbeiten-duerfen-nicht-muessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Glaser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 20:41:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angestellte]]></category>
		<category><![CDATA[Der Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Forderungen]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[In einem Interview mit der Presse hatte unser Obmann Thomas Szekeres Gelegenheit, einige Aspekte anzusprechen, die für uns Ärztinnen und Ärzte in Wien von besonderer Bedeutung sind. Link zum Presseartikel Das österreichische Gesundheitssystem steht unter Druck. Der demografische Wandel betrifft nicht nur die Patientenseite, sondern zunehmend auch uns Ärztinnen und Ärzte. Die Babyboomer gehen in  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Interview mit der <em>Presse</em> hatte unser Obmann Thomas Szekeres Gelegenheit, einige Aspekte anzusprechen, die für uns Ärztinnen und Ärzte in Wien von besonderer Bedeutung sind.</p>
<p><a href="https://www.diepresse.com/19688873/ex-aerztekammerpraesident-wer-laenger-arbeiten-will-sollte-das-duerfen"><strong>Link zum Presseartikel</strong></a></p>
<p>Das österreichische Gesundheitssystem steht unter Druck. Der demografische Wandel betrifft nicht nur die Patientenseite, sondern zunehmend auch uns Ärztinnen und Ärzte. Die Babyboomer gehen in Pension, gleichzeitig rücken zu wenige nach. In vielen Fächern entstehen Engpässe, die sich durch starre Altersgrenzen zusätzlich verschärfen. Es ist daher nur folgerichtig, Kolleginnen und Kollegen, die bereit und in der Lage sind, über das gesetzliche Pensionsalter hinaus zu arbeiten, diese Möglichkeit auch zu geben. Freiwillig, ohne Druck, aber mit klarem gesetzlichem Rahmen.</p>
<p>In manchen Fächern – etwa der Kinderheilkunde – sehen wir bereits, dass Ausnahmen gemacht werden, weil schlicht niemand nachkommt. Das zeigt, dass es ohnehin keine starren Regeln geben kann, sondern eine flexible Handhabung notwendig ist. Dabei geht es nicht darum, Jüngeren Chancen zu verwehren. Es geht vielmehr darum, Versorgung sicherzustellen, wo keine Bewerber:innen vorhanden sind. Und es geht um das Erfahrungswissen von Expert:innen, welches man nicht einfach mit dem Vermerk „pensioniert“ verliert.</p>
<p>Gleichzeitig erleben wir eine strukturelle Schwäche im Personalmanagement vieler Spitalsträger. Immer wieder wird es verabsäumt, rechtzeitig auf absehbare Abgänge zu reagieren. Statt mit Weitblick zu handeln, wird gewartet, bis eine Kollegin oder ein Kollege tatsächlich in Pension, in Karenz oder in den Mutterschutz geht – und erst dann wird die Stelle freigegeben. Besonders absurd ist, dass im Mutterschutz für mehrere Wochen der Posten offiziell noch als besetzt gilt, obwohl die Kollegin längst nicht mehr im Dienst ist. Das führt zu Leerläufen und verzögerten Nachbesetzungen – mit direkten Auswirkungen auf die Arbeitsbelastung der verbleibenden Teams und auf die Versorgungsqualität.</p>
<p>Wir müssen uns auch ehrlich eingestehen, dass eine wachsende, älter werdende Bevölkerung nicht mit einem Sparkurs in der Gesundheitsversorgung zu bewältigen ist. Zwar blieb in der Budgetrede des Finanzministers ein massiver Kahlschlag im Gesundheitsbereich aus – das ist positiv. Doch gleichzeitig fehlen dringend nötige Investitionen. Es reicht nicht, sich auf dem aktuellen Niveau auszuruhen. Wenn Österreich wächst und altert, steigen auch die Anforderungen an das System. Die Sozialversicherung kann das nicht allein auffangen – insbesondere, wenn sie Aufgaben übernehmen muss, die nicht zum Kernbereich gehören.</p>
<p>Mehr Menschen, längere Lebenserwartung, steigender Behandlungsbedarf – all das sind Realitäten. Und sie verlangen nach politischen Antworten. Nicht nach vertröstenden Parolen, sondern nach konkreten Maßnahmen, damit wir Ärztinnen und Ärzte unsere Arbeit gut, sinnvoll und im Interesse unserer Patient:innen leisten können. Dazu gehört eben auch, dass jene die bereit sind über 65 hinaus Verantwortung zu tragen es ohne Hürden tun dürfen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gesundheitssystem stärken, Versorgung sichern</title>
		<link>https://tswien.at/thomas-szekeres-ueber-das-oesterreichische-gesundheitssystem-vorteile-nachteile-und-notwendige-reformen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Glaser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Oct 2024 21:36:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angestellte]]></category>
		<category><![CDATA[Der Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Forderungen]]></category>
		<category><![CDATA[Headliner]]></category>
		<category><![CDATA[in Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Niedergelassene]]></category>
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					<description><![CDATA[Kritik am österreichischen Gesundheitssystem gibt es immer mehr, dabei werden Wartezeiten auf Arzttermine, Wartezeiten auf Eingriffe, Kosten des Gesundheitssystems und das Fehlen von Personal bemängelt. Wartezeiten gibt es aufgrund einer sinkenden Anzahl von Kassenärztinnen und -ärzten bei wachsender und immer älter und damit kränker werdenden Bevölkerung. Ursächlich für die sinkende Zahl an Kassenärztinnen und Kassenärzten  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Kritik am österreichischen Gesundheitssystem gibt es immer mehr, dabei werden Wartezeiten auf Arzttermine, Wartezeiten auf Eingriffe, Kosten des Gesundheitssystems und das Fehlen von Personal bemängelt.</p>
<p style="text-align: left;">Wartezeiten gibt es aufgrund einer sinkenden Anzahl von Kassenärztinnen und -ärzten bei wachsender und immer älter und damit kränker werdenden Bevölkerung.<br />
Ursächlich für die sinkende Zahl an Kassenärztinnen und Kassenärzten ist die restriktive Vergabe von Verträgen durch die ÖGK und die Unattraktivität von Verträgen in bestimmten Fächern (z.B. Kinderheilkunde) und in bestimmten Gegenden bzw. Bezirken. Viele Leistungen werden im niedergelassenen Kassenbereich gar nicht erbracht, um Ausgaben zu sparen (z.B. Nuklearmedizin), Patientinnen und Patienten müssen in die Spitäler ausweichen oder privat zahlen. Eine Vermehrung und Attraktivierung von Kassenstellen wäre notwendig, würde aber Geld kosten, das die Kassen nicht haben, da man vor einer Beitragserhöhung zurückschreckt. Im Gegenteil, man möchte die Gesundheitsausgaben senken, um die Lohnnebengebühren zu reduzieren. Dies geht aber ohne Leistungskürzungen nicht. Angesichts der Tatsache, dass das Thema „Gesundheit“ nach der Inflation das für die österreichische Bevölkerung zweitwichtigste Thema ist, wird man vielmehr Wege finden müssen, um das qualitativ hochwertige österreichische Gesundheitssystem nicht nur zu erhalten, sondern weiter auszubauen.</p>
<p style="text-align: left;">Die Spitäler stehen mehrheitlich unter dem Einfluss der Bundesländer, werden aber von Krankenkasse, Bund und Ländern finanziert. Leistungen werden seitens der Krankenkassen in die Spitäler und seitens der Länder nach Möglichkeit in den niedergelassenen Bereich verschoben. Leidtragende sind die Patientinnen und Patienten, die zwischen Krankenhäusern und Ordinationen hin und her geschickt werden bzw. bei vielen Leistungen weder im Spital noch in der Ordination die gewünschte und benötigt Behandlung zeitnahe erhalten.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><em>Man will Wahlärzte verbieten oder zwingen ohne Honorar zu arbeiten &#8211; das wird die Probleme lösen.</em></strong></p>
<p style="text-align: left;">Wer es sich leisten kann, weicht in die Privatmedizin, das sogenannte Wahlarztsystem, aus. Die Politik versucht aber von ihren eigenen Verfehlungen abzulenken, indem sie die Wahlärztinnen und Wahlärzte verantwortlich macht für die Engpässe. Der Anstieg der Zahl an Wahlärztinnen und Wahlärzten ist aber die Folge und nicht die Ursache von Mängeln im System!<br />
Die meisten Wahlärztinnen und Wahlärzte betreiben nämlich zusätzlich zu ihrer Tätigkeit in einem Krankenhaus nur eine kleine Ordination, um ihren Patientinnen und Patienten mehr Zeit entgegenbringen zu können, als es in einer Kassenpraxis möglich wäre. Zudem ist eine Anstellung in einem öffentlichen Spital (zumindest mehr als 10h) und das Betreiben einer Kassenordination gleichzeitig nicht möglich. Zu viele Vorgaben und Beschränkungen existieren seitens der Arbeitgeber und der Gesundheitskasse. Das Betreiben einer Wahlarzt-Ordination ist also nicht verwerflich, sondern eine Folge des unattraktiven Kassensystems und deren Vorgaben und Beschränkungen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><em>Die Finanzierungproblematik.</em></strong></p>
<p style="text-align: left;">Idealerweise sollte man Leistungen, die in den Spitälern oder Ordinationen angeboten werden, analysieren und definieren wo sie am besten verortet werden sollten („best place of service“) und aus einer Hand finanzieren. Eine Finanzierung des ambulanten Spitalsbereiches und des niedergelassenen Bereichs durch die Krankenkasse wäre sinnvoll. Eine rein staatliche Finanzierung des gesamten Gesundheitsbereiches ohne Kassen birgt, wie in England gesehen, die Gefahr, dass die Politik nur einsparen möchte und das System nachhaltig kaputtspart.<br />
Bei den Krankenhäusern könnte man durch Zusammenlegungen kleiner Spitäler insbesondere in ländlichen Gegenden eine Verbesserung des Systems erreichen, nur gestaltet sich das äußerst schwierig, da die Bevölkerung Spitalsschließungen nicht goutiert. Viele der Landespitäler haben regionalpolitische Bedeutung, da sie wichtige Arbeitgeber und Auftraggeber für Zulieferfirmen sind. Streng genommen müsste man diese Ausgaben der Wirtschaftsförderung und nicht dem Gesundheitssystem zurechnen. Die Entwicklung geht anstatt einer gemeinsamen Planung und Finanzierung in die falsche Richtung.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><em>Private Firmen drängen in den Gesundheitsmarkt.</em></strong></p>
<p style="text-align: left;">Im Rahmen der letzten &#8211; sogenannten &#8211; Gesundheitsreform wurde die Gründung von privaten Gesundheitseinrichtungen im ambulanten Bereich erleichtert, was rezent auch zu einer Kooperation der Vinzenzgruppe (Eigentümergesellschaft einer Reihe konfessioneller Krankenhäuser) und der Supermarktkette Spar geführt hat. Wir kennen private Gesundheitseinrichtungen in Supermärkten z.B. aus der Schweiz und denken, dass diese zu einer Ausgabensteigerung führen und das Angebot primär gewinnorientiert und nicht mit Hauptfokus auf die Gesundheit der Patientinnen und Patienten ausgerichtet ist. Dies erklärt sich aus der Verpflichtung privater Ketten ihren Aktieneignern gegenüber. Ordinationen sollten im Eigentum von Ärztinnen und Ärzten bleiben und nicht zur Gewinnmaximierung medizinfremder Ketten oder Fonds dienen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><em>Primärversorgungszentren werden alles besser machen!</em></strong></p>
<p style="text-align: left;">Es gibt seit geraumer Zeit &#8211; sogenannte &#8211; Primärversorgungszentren, die einen Zusammenschluss von mehreren Ärztinnen und Ärzten für Allgemeinmedizin mit anderen Gesundheitsberufen darstellen. Diese Zentren bestehen aus vielen Teilhabern und Vertretungsärztinnen und -ärzten und sind leistungsstark. Sie werden hauptsächlich von jüngeren Patientinnen und Patienten frequentiert, für die eine Behandlung durch „ihren Arzt/ihre Ärztin“ nicht entscheidend ist. Ältere, chronisch kranke Patientinnen und Patienten bevorzugen Einzelpraxen aufgrund des Naheverhältnisses zu ihrem behandelnden Arzt/Ärztin. Deshalb werden Primärversorgungszentren nicht, wie oft von der Politik suggeriert alle Probleme lösen können.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><em>Wie ist das mit den Kosten des österreichischen Gesundheitssystems?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;">Die Ausgaben für Gesundheit in Österreich waren seit vielen Jahren etwas über 10% des Bruttoinlandsproduktes, sind im Rahmen der Corona Pandemie etwas gestiegen (11,2%) und sind 2023 auf 10,9 % des BIP gesunken. Damit liegen wir hinter der Schweiz (11,3%) und Deutschland (12,7%), die vergleichbar hochwertige Gesundheitssysteme haben wie Österreich. Eine spürbare Senkung der Kosten, ohne Einschränkungen und erschwertem Zugang zum System zu riskieren, ist unrealistisch.</p>
<p style="text-align: left;">Wollen wir ein leistungsfähiges, starkes Gesundheitssystem erhalten und den Herausforderungen anpassen, wird es mehr Kassenärztinnen und -ärzte brauchen und man wird neue medizinische Möglichkeiten und Therapieoptionen etablieren müssen und damit auch insgesamt mehr Geld in die Hand nehmen müssen. Alles andere wird zu Enttäuschung führen, denn erfolgversprechende Behandlungen aus Kostengründen nicht anbieten zu können, würde die Gesundheitsversorgung der Österreicherinnen und Österreicher drastisch verschlechtern.</p>
<p style="text-align: left;">Ihr Thomas Szekeres</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Anzeigenflut in der Wiener Ärztekammer und was daraus wurde</title>
		<link>https://tswien.at/die-anzeigenflut-in-der-wiener-aerztekammer-und-was-daraus-wurde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Glaser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2024 08:53:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angestellte]]></category>
		<category><![CDATA[in Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Niedergelassene]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Frühjahr 2022 wurde Johannes Steinhart mit großer Mehrheit zum Präsidenten der Wiener Ärztekammer gewählt. Kurz darauf haben einige seiner Mitstreiter aus seiner Fraktion und einige seiner Koalitionspartner beschlossen ihn und andere, aufgrund von angeblich nicht gesetzeskonformen Geschäftspraktiken in Tochterfirmen der Kurie der niedergelassenen Ärzte, anzuzeigen. Unzählige teure rechtliche Gutachten, Anzeigen bei Staatsanwaltschaft und Aufsichtsbehörden  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Frühjahr 2022 wurde Johannes Steinhart mit großer Mehrheit zum Präsidenten der Wiener Ärztekammer gewählt. Kurz darauf haben einige seiner Mitstreiter aus seiner Fraktion und einige seiner Koalitionspartner beschlossen ihn und andere, aufgrund von angeblich nicht gesetzeskonformen Geschäftspraktiken in Tochterfirmen der Kurie der niedergelassenen Ärzte, anzuzeigen. Unzählige teure rechtliche Gutachten, Anzeigen bei Staatsanwaltschaft und Aufsichtsbehörden wurden initiiert und die Vorwürfe aktiv über die Medien verbreitet. Für die Abwahl gab es nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit, weil wir dieses Vorgehen damals schon kritisierten und die Untersuchungen das unabhängige Behörden abwarten wollten.</p>
<p>Es wurden Geschäftsführer und Mitarbeiter entlassen und angezeigt und es wurde versucht mittels Medienkampagnen Steinhart zum „freiwilligen“ Rücktritt zu bringen. In dieser Zeit hat sich sein Gesundheitszustand so verschlechtert, dass eine Herzklappenoperation notwendig wurde und monatelang hat Dr. Ferenci, der erste Stellvertreter, die Kammer in Vertretung geleitet. Anzeigen, Kündigungen, Entlassungen wurden mehr, es wurden teure Anwälte beschäftigt, Gutachten erstellt und Rechtsstreitigkeiten begonnen. Steinhart hat sich von seinem Eingriff erholt, ist nicht zurückgetreten und wurde auch nicht abgewählt und die Kammer wurde inzwischen von der Staatsanwaltschaft durchleuchtet. Im September 2024 wurde bekannt gegeben, dass alle Verfahren von Staatsanwaltschaft und Aufsichtsbehörden gegen Steinhart eingestellt wurden – die Vorwürfe waren falsch.</p>
<p>Beschlüsse für Rechtshilfe, die das damalige Präsidium in der Abwesenheit von Steinhart getroffen hat, wurden von der Aufsichtsbehörde aufgehoben, da sie nicht im zuständigen Gremium behandelt wurden. Man wollte diese Beschlüsse am dafür zuständigen Vorstand der Ärztekammer vorbei beschließen. Wer für die entstandenen Kosten und den Schaden der Ärztekammer aufkommen muss, ist derzeit noch unklar.</p>
<p>Inzwischen sind Dr. Huber, Dr. Ferenci sowie der Finanzreferent Dr. Tömböl von ihren Funktionen freiwillig zurückgetreten und neue Funktionäre haben übernommen.</p>
<p>Als Team Szekeres bestätigt dies unsere Position, niemanden vorzuverurteilen und die Untersuchungen der unabhängigen Behörden und Gerichte abzuwarten. In den vergangenen zwei Jahren haben die ursprünglichen Unterstützer Steinharts, in einer beispielslosen Aktion ihren Präsidenten nicht nur angezeigt, sondern de facto einen Putschversuch unternommen. Die vielen medialen Berichte über Vorwürfe, die aktiv befeuert wurden, haben nicht nur dem Ansehen der Ärztekammer für Wien, sondern allen Ärztinnen und Ärzten sehr geschadet. Ganz abgesehen von dem finanziellen Schaden, der der Kammer durch Kosten für Rechtsanwälte, Berater und Lobbyisten entstanden ist, war die Kammer in den Medien nur durch Skandalmeldungen präsent.</p>
<p>Wir denken die Verursacher dieses Schadens, sollten das Ergebnis der Untersuchungen als Anlass nehmen ihre Mandate zurückzulegen und sich aus der Kammer gänzlich zurückziehen, denn sie haben ganz im Gegensatz zu den Gründen weshalb sie gewählt wurden, dem Ansehen der Ärzteschaft und der Kammer geschadet.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie man einen Ärztemangel in den Griff bekommt &#8211; Zwangsfantasien von Politikern</title>
		<link>https://tswien.at/wie-man-einen-aerztemangel-in-den-griff-bekommt-zwangsfantasien-von-politikern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Glaser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2024 08:21:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angestellte]]></category>
		<category><![CDATA[Niedergelassene]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben ca. 48.000 eingetragene Ärztinnen und Ärzte in Österreich und sind damit was die Kopfzahl betrifft im Spitzenfeld in Europa und trotzdem erfahren wir einen Mangel an Ärzt:innen. Mit halb so vielen Ärzt:innen hatten wir vor einiger Zeit noch einen Überschuss - wie ist das erklärbar? Es ist zu einer massiven Reduktion der Arbeitszeiten  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben ca. 48.000 eingetragene Ärztinnen und Ärzte in Österreich und sind damit was die Kopfzahl betrifft im Spitzenfeld in Europa und trotzdem erfahren wir einen Mangel an Ärzt:innen. Mit halb so vielen Ärzt:innen hatten wir vor einiger Zeit noch einen Überschuss &#8211; wie ist das erklärbar?</p>
<p>Es ist zu einer massiven Reduktion der Arbeitszeiten gekommen. Waren früher Arbeitszeiten jenseits der 60 h pro Woche Usus und 10 und mehr Nachtdienste pro Monat nichts Ungewöhnliches, gelten nunmehr Arbeitszeitgesetze und viele Ärzt:innen arbeiten Teilzeit, weshalb die reine Zahl der Köpfe keine Aussage über die Versorgungkapazität zulässt.</p>
<p>Weltweit gibt es einen Mangel an Ärzt:innen und das Arbeiten im Ausland ist einfacher und beliebter geworden, was dazu führt, dass in Österreich ausgebildete Mediziner:innen beliebt und gerne gesehen sind. Dies macht die Rekrutierung schwieriger, man muss gute Konditionen, Arbeitsbedingungen und Wertschätzung bieten, um attraktiv als Arbeitsgeber zu sein. Dies hat sich noch nicht zu allen Spitalsträgern in Österreich durchgesprochen, was zu Engpässen in verschiedenen Gegenden und Fachdisziplinen geführt hat.</p>
<p><strong><em>Aber was sind nunmehr die Lösungsansätze der Politik?</em></strong></p>
<p><u>Erstens:</u> Verdopplung der Studentenzahlen, um aus einem großen Überschuss an Absolvent:innen wählen zu können. Manche Politiker sagen es offen, sie wünschen sich die Zeit wieder herbei in der man als Arzt/Ärztin um eine Anstellung betteln musste.</p>
<p><u>Zweitens:</u> Zwangsverpflichtung von Absolvent:innen, um das Personal im Land und den Spitälern zu halten. Wie das funktionieren soll und weshalb nur Mediziner:innen davon betroffen sein sollen, so detailliert hat man das nicht gesagt. Aber die „privilegierten Ärztinnen und Ärzte“ sollen möglichst gratis arbeiten, hat man ihnen doch seitens der Gesellschaft ein Studium finanziert.</p>
<p>Das wird aber nicht funktionieren, da auch die zusätzlichen Absolvent:innen abwandern werden und es außerdem mindestens 10 Jahre dauern wird, bis die ersten zusätzlichen Absolvent:innen berufsberechtigt sind.</p>
<p>Eine Zwangsverpflichtung ist vermutlich rechtswidrig, auch möchte vermutlich niemand von zwangsverpflichteten Ärztinnen und Ärzten behandelt werden. Sollte man dann auch Jurist:innen und Techniker:innen zwangsverpflichten, wenn es dort zu einem Mangel kommt?</p>
<p>Wir brauchen eine sachliche Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die durch die Demographie und die veränderten Lebenswünsche und Umstände der jungen Generation bedingt sind. Eine Attraktivierung der Arbeitsbedingungen und mehr anstatt weniger Wertschätzung. Dann wird es gelingen ausreichend Ärztinnen und Ärzte in Österreich zu beschäftigen und auch hier zu halten. Alles andere ist billige Polemik, die zu keinem befriedigenden Ergebnis führen wird.</p>
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		<title>Führt der Wahlarztzuwachs zur 2-Klassenmedizin ?</title>
		<link>https://tswien.at/fuehrt-der-wahlarztzuwachs-zur-2-klassenmedizin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Glaser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2024 07:48:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angestellte]]></category>
		<category><![CDATA[Niedergelassene]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Fakt ist, dass eine Terminvereinbarung bei einem Arzt/einer Ärztin immer schwieriger wird. Dies gilt insbesondere bei den niedergelassenen Kassenärzt:innen. Wieso das der Fall ist, ist leicht erklärt: Die österreichische Bevölkerung wächst rasant und wird älter und damit auch kränker, was einen steigenden Bedarf an ärztlicher Leistung zur Folge hat. Gleichzeitig werden die Kassenverträge aus Spargründen  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fakt ist, dass eine Terminvereinbarung bei einem Arzt/einer Ärztin immer schwieriger wird. Dies gilt insbesondere bei den niedergelassenen Kassenärzt:innen.</p>
<p>Wieso das der Fall ist, ist leicht erklärt: Die österreichische Bevölkerung wächst rasant und wird älter und damit auch kränker, was einen steigenden Bedarf an ärztlicher Leistung zur Folge hat. Gleichzeitig werden die Kassenverträge aus Spargründen von der Sozialversicherung reduziert. Vergeblich weist die Ärztekammer seit Jahren auf diese Entwicklung hin und fordert zusätzliche Kassenverträge und eine Erweiterung der finanzierten Leistungen.</p>
<p>Die Sozialversicherung will aber die Faktenlage nicht zur Kenntnis nehmen und sucht nach Schuldigen. Idealerweise sind dies die geldgierigen Ärztinnen und Ärzte und hier insbesondere die Wahlärzt:innen, die immer mehr werden. Gäbe es ausreichend Kassenärzt:innen und wären die Rahmenbedingungen in einem Kassenvertrag besser, würde es weniger Bedarf an Wahlärzt:innen geben. So einfach ist das!</p>
<p>Diese Situation ist aus verständlichen Gründen für die Beitragszahler:innen, die nicht die versprochenen Leistungen erhalten und immer öfter privat zahlen müssen zurecht unbefriedigend. Die Sozialversicherung, die sehr wohl die Wahrheit kennt, hat mit den Wahlärzt:innen offenbar einen Sündenbock gefunden, der für die Missstände verantwortlich gemacht wird. Die meisten Wahlärzt:innen betreiben aber zusätzlich zu ihrer Tätigkeit in einem Krankenhaus nur eine kleine Ordination, um ihren Patientinnen und Patienten mehr Zeit entgegenbringen zu können, als es in einer Kassenpraxis möglich wäre. Zudem ist eine Anstellung in einem öffentlichen Spital (zumindest mehr als 10h) und das Betreiben einer Kassenordination gleichzeitig nicht möglich. Zu viele Vorgaben und Beschränkungen existieren seitens der Arbeitgeber und der Gesundheitskasse. Das Betreiben einer Wahlarzt-Ordination ist also nicht verwerflich, sondern eine Folge des unattraktiven Kassensystems und deren Vorgaben und Beschränkungen.</p>
<p>Primitive Schuldzuweisung bringt wenig, insbesondere keine Verbesserung der Versorgung. Wir sollten nach objektiver Problemanalyse gemeinsam Lösungen erarbeiten und umsetzen. Vielleicht gelingt es auch die Verantwortlichen der Sozialversicherung davon zu überzeugen.</p>
<p><strong>Was aber allen klar sein sollte ist: Billiger wird es nicht!</strong></p>
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