Allgemeine Forderungen

  • Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich
  • Attraktivierung von Fächern ohne Nachtdienste, oder ohne Sonderklasse und weitere Attraktivierung bestimmter Mangelfächer (z.B. Anästhesie)

Forderungen für bessere Karrieremöglichkeiten

  • Entwicklung und Etablierung von Karrieremodellen für Fach-/Oberärzt:innen (inkl. finanzieller Anreize) wie Ausbildungsverantwortliche, Stations- bzw. Ambulanzleitung, Dienstplanverantwortlichkeit, oder Forschungsschwerpunkt
  • Förderung von Spezialisierungen an den Abteilungen
  • Führung muss sich lohnen! – bessere Honorierung von Führungsaufgaben

Forderungen für bessere Gehälter

  • Leistungsgerechte Gehälter im nationalen Vergleich
  • Schaffung jährlicher Gehaltsvorrückungen in der FA-Ausbildung und Annäherung an FA-Schema am Ende der Ausbildung
  • Zulage für Nachtstunden bei 12,5 Stunden Diensten in zentralen Notaufnahmen auch bei notfallsmäßigen Fachambulanzen (Kindernotfall, Unfall, …)

Forderungen für bessere Arbeitsbedingungen

  • Besetzung aller offenen Dienstposten
  • Transparente Personalbedarfsplanung an die tatsächliche Leistung (inkl. Karenz, Krankenständen, Urlaube, etc.)

Forderungen für eine bessere Ausbildung

  • Aufnahme zusätzlicher Ärzt:innen in Ausbildung
  • Erhöhung des Prüfungsurlaubes für die FA-Prüfung auf einmalig 2 Wochen
  • Etablierung eines geförderten Mentor:innen Programms
  • Angemessene Honorierung der Ausbildner
  • Einrechnung der Ausbildungszeit in die Dienstzeit

Forderungen für eine bessere Kommunikation und Unternehmenskultur

  • Abbau hierarchischer Ebenen, flache Kommunikationwege
  • Regelmäßige Infoveranstaltungen für MA
  • Mitgestaltung ermöglichen, regelmäßige MA-Befragung
  • Verbesserung der Kommunikationswege
  • Vermehrte Teambuilding Prozesse

Forderungen für eine bessere Organisation

  • Modernisierung der EDV und IT-Struktur, Etablierung der digitalen Fieberkurve
  • Professionelle, sinnvolle und zentral gesteuerte Verteilung der Rettungszufahren (auch an nicht-Wigev Kliniken) sicherstellen
  • Abbau des bürokratischen Aufwandes
  • Ausbau der EVAs zur Reduktion der Notfallambulanzen und Einführung bzw. Etablierung von Kinder EVAs
  • Zentrales Bettenmanagement in jedem Haus und Wigev weit
  • Etablierung neuer Konzepte für die Sonderklasse, z.B. Wahlarztordinationen in den Spitälern ermöglichen
  • Routinemäßig überlappende Besetzung von geplanten Abgängen, insb. Leitungsfunktionen (z.B. Pensionierung, Mutterschutz, …)
  • Evaluierung des Spitalskonzept 2030, insbesondere in Hinblick auf Spezialisierung der einzelnen Abteilungen

Die Politik beschließt im Eiltempo grundlegende Reformen unseres Gesundheitswesens, während in der Ärztekammer interne Streitigkeiten, die via Medien ausgetragen werden, über die Sacharbeit dominieren. Man hat den Eindruck, dass Medienkampagnen gegen den Präsidenten, Anzeigen bei Staatsanwaltschaft und Aufsichtsbehörden, Boykott von Sitzungen und Beschimpfungen allgegenwärtig sind und als politische Instrumente verwendet werden.

Wir sind für konstruktive, gemeinsame fraktionsübergreifende Arbeit im Interesse der Ärzt:innen und setzen uns für stabile Mehrheiten der konstruktiven Mandatar:innen ein. Dies ist höchst notwendig, da aufgrund der selbstverursachten Schwäche der Interessensvertretung eine Reihe von Gesetzesvorhaben gegen die Interessen der Ärzt:innen beschlossen werden sollen. Inflationsabgeltung ist sowohl im angestellten Bereich als auch bei den Kassenärzt:innen höchst überfällig. Gemeinsame Aktivitäten sind notwendig, um wirkungsvoll unsere Interessen vertreten zu können und Geschlossenheit zu signalisieren.

Deshalb hat sich das Team Szekeres mit allen konstruktiven Kräften in der Ärztekammer verbunden und wir versuchen gemeinsam für die Kollegenschaft zu kämpfen.

Wir sind nach 1,5 Jahren des Streites zuversichtlich und bitten auch sämtliche Ärztinnen und Ärzte diese konstruktiven Kräfte zu unterstützen und Destruktion, sowie jegliche Form von feindseligen oder rassistischen Äußerungen abzulehnen.

Bedrückend ist, dass eine relativ kleine Gruppe chronisch unzufriedener Zerstörer die Ärztekammer zu einem ohnmächtigen Zuschauer der Gesundheitspolitik gemacht hat.

Dies gilt es nunmehr zu ändern und für Verbesserungen im Interesse der Ärzteschaft aber vor allem im Interesse unserer Patienten:innen zu sorgen.

Wenn sie bei diesem Projekt mitmachen möchten, freuen wir uns über ihre Kontaktaufnahme unter

Ihr Team Szekeres

Die Wiener Ärztekammer ist in einem denkbar schlechten Zustand und ist für viele Stakeholder kein ernst zu nehmender Verhandlungspartner mehr, wodruch unsere Standesvertretung massiv an Einfluss verloren hat. Man ist mit internen Grabenkämpfen und gegenseitigen Schuldzuweisungen beschäftigt, die mitunter öffentlich über die Medien ausgerichtet werden. Derzeit sehen wir als einzige Lösung Neuwahlen in der Wiener Ärztekammer, da die Situation für uns nicht mehr tragbar ist.

Für viel Diskussionen hat die außerordentliche Vollversammlung am 26.4.2023 gesorgt. Wie wir bereits berichtet hatten, wurde nämlich eine Abänderung der Satzung beschlossen, wonach Referent:innen (anm. insbesondere Finanzreferent:in) nur mehr mit Zweidrittelmehrheit abgewählt werden können. Die meisten der Antragsteller:innen waren zudem ebendiese gut bezahlten Spitzenfunktionär:innen der amtierenden Koalition.
Die Aufsichtsbehörde hat nun diesen Beschluss für rechtswidrig erklärt und amtlich aufgehoben.

Die letzten Wochen und Monate waren geprägt von unzähligen Medienberichten über mögliche Malversationen und Streitigkeiten in der Wiener Ärztekammer, unter denen der Ruf unserer Standesvertretung massiv gelitten hat. Das Standing der Wiener Ärztekammer ist so schlecht wie noch nie in ihrer langen Geschichte und das zu einer Zeit, in der wir uns vor Angriffen von unterschiedlichen Seiten wehren müssen (Gesundheitskassen, Gesundheitsstadträten, Gesundheitsministerium, Apothekerkammer, Wirtschaftskammer, …).

Am 26.April fand eine außerordentliche Vollversammlung der Wiener Ärztekammer statt. 90 Mandatar:innen, viele Mitarbeiter:innen der Ärztekammer, Kosten für die Saalmiete in einem Innenstadthotel, Verpflegung – hat Kosten jenseits der 30.000,- Euro verursacht. Aufgrund einer Erkrankung des Präsidenten Steinhart, hat nicht er selbst sondern insgesamt fünf, zugekaufte,  Jurist:innen Auskunft zur Causa Equip4Ordi gegeben. Besonders ins Auge sticht aber ein als erster Punkt eingebrachter Antrag bezüglich der Abänderung der Abwählbarkeit von Referent:innen der Ärztekammer.

Die Wiener Ärztekammer wird derzeit durch einen internen Streit um die Equip4Ordi erschüttert. Sämtliche Anschuldigungen und Vorwürfe werden dabei nicht nur intern, sondern auch über die Medien öffentlich erhoben. Es gab Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft, schwerwiegende Anschuldigungen und Entlassungen. Dabei kommt es leider auch immer häufiger vor, dass Halbwahrheiten, Schutzbehauptungen und Unwahres verbreitet wird. Wir setzen uns in all unseren Entscheidungen dafür ein, dass die Konflikte bereinigt werden und die Kammer wieder im Interesse der Kollegenschaft agiert. So ruhig und effektiv, wie es während der vergangenen Jahren unter Thomas Szekeres der Fall war.

Amtierende Koalition lehnt Senkung der Kammerumlage ab

… und weitere Anträge von TSWien in der Vollversammlung der Wiener Ärztekammer

Die amtierende Koalition in der Wiener Ärztekammer unter der Führung von Neo-Präsident Dr. Johannes Steinhart hat in der letzten Vollversammlung im Dezember den Antrag unserer Fraktion die Kammerumlage zu senken abgelehnt.
Das ist aus mehreren Gründen erstaunlich, vor allem muss man aber folgende zwei Dinge wissen:

  • Teil der Koalition ist die Fraktion „We4U – Wohlfahrtsfonds abschaffen, Kammerumlage senken“ die vor allem von Wiener Spitalsärzt:innen viele Stimmen bekommen hat. Auch diese Fraktion hat dem Antrag nicht zugestimmt und auch keinen eigenen Antrag dazu eingebracht. Im Gegenteil: Die neue Koalition hat die Funktionsgebühren sogar um 10% erhöht.
  • Die Wiener Ärztekammer hat aus den letzten Jahren noch Rücklagen von über 43 Millionen Euro. (letzter Bericht Frühjahr 2022)

Untenstehend unsere Anträge. Per Klick öffnet sich ein Artikel, der die Gründe zu diesem Antrag erklärt und wie es nun weitergeht.

Antrag zur Forderung nach höheren Gehältern und Honoraren

Derzeit erreicht die Inflation Werte jenseits der 10%, was bei niedrigeren Erhöhungen der Gehälter bzw. der Honorare einen Reallohnverlust bedeuten würde. Da insbesondere die Gesundheitsberufe, allen voran die Ärztinnen und Ärzte in der Pandemie besonders gefordert sind, wäre ein Reallohnverlust für diese Berufsgruppen schon gar nicht nachvollziehbar.

Die Vollversammlung möge daher beschließen:

Die Ärztekammer und ihre Funktionär:innen mögen alles unternehmen, um zumindest eine Abgeltung der Inflation bei Gehältern und Honoraren zu erreichen und dies laut kommunizieren, widrigenfalls Kampfmaßnahmen initiieren.

Dieser Antrag wurde mehrheitlich angenommen

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Antrag zur Senkung der Kammerumlage um 10%

Ärztinnen und Ärzte sind in den vergangenen Jahren durch die Pandemie nicht nur arbeitsmäßig, psychisch, sondern auch finanziell unter einen besonderen Druck gestanden. Eine Entlastung ist derzeit nicht abzusehen. Die Wiener Ärztekammer hatte aufgrund von Gehaltserhöhungen in den vergangenen Jahren signifikante Einnahmensteigerungen, darüber hinaus verfügt sie über Rücklagen in der Höhe von ca. 40 Mio. Euro (Wert des Gebäudes in der Weihburggasse 10-12 nicht mitgerechnet).

Die Vollversammlung möge daher beschließen:

Die Vollversammlung der Ärztekammer für Wien unterstützt eine Senkung der Kammerumlage um 10%, um die Ärztinnen und Ärzte finanziell etwas zu entlasten.

Dieser Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt

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Antrag zu Fragerecht an die Ärztekammer für Wien

Die Ärztekammer bezieht als Standes- und Interessenvertretung von allen Ärztinnen und Ärzten monatliche Fixbeiträge im Sinne der Kammerumlage. Mit diesen Beiträgen wird ein Großteil der Ausgaben gedeckt. Da es sich für alle Ärztinnen und Ärzte um Pflichtbeiträge handelt, sollte im Sinne einer größtmöglichen Transparenz ein Fragerecht für eben alle diese einzahlenden Mitglieder bestehen.

Die löbliche Vollversammlung möge daher beschließen,
dass Mitgliedern der Wiener ÄK, im Sinne der Transparenz ein Fragerecht bzgl. allen Gegenständen der Ärztekammer, die nicht der Geheimhaltung unterliegen, eingeräumt wird, sodass förmliche Anfragen an die Verantwortlichen Kurien/Gremien/Referate gestellt werden können, die binnen drei Monate schriftlich beantwortet werden müssen.

Dieser Antrag wurde mehrheitlich angenommen

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Antrag zu WiGeV Arzt im WiGeV Referat

Die Ärztekammer betreibt ein eigenes WiGeV Referat, dass „Ansprechpartner für alle Kolleginnen und Kollegen mit einem Anstellungsverhältnis zum WIGEV bei Problemen und Anliegen jeglicher Art“ darstellt. Innerhalb der Kammer soll es die Gremien bei allen Thematiken rund um den WIGEV unterstützen.

Es wäre dabei sinnvoll, wenn der Leiter und die Akteure dieses Referates in einem aktiven Dienstverhältnis zum WiGeV stehen und die Probleme und Ansprechpartner in diesem Betrieb kennen, um sich bestmöglich für die Anliegen der Kolleg:innen einsetzen zu können.

Die löbliche Vollversammlung möge beschließen, dass der/die WIGEV Referent/in beim WIGEV angestellt sein muss.

Dieser Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt

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Antrag auf Erhöhung der Pensionen entsprechend der Inflation

Im Laufe der vergangenen Jahre wurde das Vermögen des Wiener Wohlfahrtsfonds durch Ansparungen, Zukauf von Realitäten mit überdurchschnittlichen Renditen und Wertsteigerungen und erfolgreiche Veranlagungen auf ca. 1 Mrd. Euro gesteigert. Dadurch steigen insbesondere die Einnahmen durch Verzinsungen, aber es steigen die Einnahmen auch infolge des höheres Einkommens der Ärztinnen und Ärzte. Nachdem ein Großteil der derzeitigen Pensionistengeneration durch überdurchschnittliche Einzahlungen den Fonds saniert haben, sollte man sich besonders bemühen diesen Pensionisten Verluste der Kaufkraft durch mangelnde Inflationsabgeltung zu ersparen.

Die erweiterte Vollversammlung möge beschließen.

Nach versicherungsmathematischen Berechnungen und Beschluss im Verwaltungsausschuss sollte beschlossen werden die Pensionen entsprechend der Inflation anzuheben.

Dieser Antrag wurde mehrheitlich angenommen

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Antrag zur Bezahlung des Facharzt-Gehalts an Fachärzt in Zusatzfachausbildung

Wenn nach bereits abgeschlossener Fachausbildung eine weitere Ausbildung in einer Spezialisierung (Zusatzfachausbildung, z.B. Rheumatologie nach abgeschlossener internen Fachausbildung) angeschlossen wird, erhalten die Betroffenen zum Teil nur das Gehalt eines Arztes/einer Ärztin in Ausbildung, obwohl an derselben Abteilung Dienste als Fach- oder Oberarzt mit ius practicandi gemacht werden.

Die löbliche Vollversammlung möge einen Empfehlungsantrag für die Kurie der angestellten Ärzte beschließen, dass die Ärztekammer sich dafür einsetzten soll, dass bei bereits abgeschlossener Fachausbildung und daran anschließender Zusatzfach Ausbildung, ein FA Gehalt bezahlt wird, sofern man auch in fachärztlicher Funktion eingesetzt wird.

Dieser Antrag wurde mehrheitlich angenommen

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Antrag zur Anrechnung von Vordienstzeiten

Die Arbeitsbedingungen in den Wiener Spitälern werden immer unattraktiver. Bereits gut ausgebildete Kolleg:innen verlassen nach und nach die Spitäler und es können kaum Fachärzt:innen aus anderen Häusern, den Bundesländern oder dem Ausland rekrutiert werden. Dies ist mitunter dadurch zu begründen, dass beim Wechsel des Arbeitsgebers nicht alle einschlägigen Vordienstzeiten angerechnet werden, und damit der Verdienst deutlich geringer ausfällt.

Die löbliche Vollversammlung möge einen Empfehlungsantrag für die Kurie der angestellten Ärzte beschließen, dass die Ärztekammer sich dafür einsetzten soll, dass bei Beginn einer angestellten Tätigkeit die einschlägigen Vordienstzeiten voll für die Gehaltsberechnung herangezogen werden müssen.

Dieser Antrag wurde mehrheitlich angenommen

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Antrag zu Senkung der Kammerumlage um 10%

Die Vollversammlung möge beschließen:

Die Vollversammlung der Ärztekammer für Wien unterstützt eine Senkung der Kammerumlage um 10%, um die Ärztinnen und Ärzte finanziell etwas zu entlasten.

Dieser Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt

Die Auswirkungen der letzten Jahre Pandemie, des Ukraine Kriegs und der damit verbundenen bislang nicht erreichten Inflationszahlen sind auch für uns Ärztinnen und Ärzte eine Herausforderung. Eine Entlastung ist derzeit aber noch nicht abzusehen.

Die Wiener Ärztekammer hatte aber aufgrund von Gehaltserhöhungen in den vergangenen Jahren signifikante Einnahmensteigerungen, darüber hinaus verfügt sie über Rücklagen in der Höhe von über 43 Millionen Euro. (letzter Bericht Frühjahr 2022)

Aus diesem Grund haben wir bei der letzten Vollversammlung den Antrag eingebracht, die Kammerumlage (=Pflichtbeitrag aller Ärztinnen und Ärzte) nachhaltig zu senken und damit eine gewisse finanzielle Entlastung für uns Ärztinnen und Ärzte zu erreichen. Dieser Antrag wurde von der amtierenden Koalition nicht unterstützt!

Dies ist doch etwas verwunderlich, zumal einige Mitglieder dieser Koalition primär mit der Senkung der Kammerumlage während der Wahl geworben haben und eine Fraktion mit dem Namen „We4U – Wohlfahrtsfonds abschaffen, Kammerumlage senken“ dies auch als zentralen Punkt ihres Wahlprogramms angeführt hatte.

Begründet wird dies wahrscheinlich mit dem Argument, dass bereits für 2023 ein defizitäres Budget der Ärztekammer für Wien angekündigt wurde.

Die anfänglich versprochene Verschlankung der Kammer rutscht damit in weite Ferne, denn es wurden zwar einige Referate, also auch Leistungen der Kammer, gestrichen, jedoch wurde die Bezahlung der einzelnen Funktionär:innen um 10% erhöht. Weiters wurden höhere Sitzungsgebühren beschlossen, was ebenfalls großteils den Mandatarinnen und Mandataren der aktuellen Koalition zugutekommt, da diese mehrheitlich in den Sitzungen vertreten sind. Zusätzlich kam es auch zu einem massiven Anstieg der Personalkosten (= nicht ärztliche Mitarbeiter:innen der Kammer).

Leider wurde also bislang keine Verschlankung, sondern lediglich eine Umverteilung zugunsten der amtierenden Regierung vorgenommen.

Um sich das leisten zu können ist die Ärztekammer also auf die bereits vorkalkulierte Höhe der einzunehmenden Kammerumlagen angewiesen und in letzter Konsequenz wurde auch deshalb unser Antrag auf Senkung der Kammerumlage abgelehnt.